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Kazimierz Dolny

Kazimierz Dolny ist eine Kleinstadt an der Mündung des Flüsschens Grodarz in die Weichsel. Es wurde im XIII. Jahrhundert aus der Siedlung Wietrzna Góra gegründet. Seine Blütezeit im XVII. Jahrhundert verdankte es dem Aufschwung des Weizenhandels, der den Bürgerfamilien von Kazimierz Reichtum und Einfluss bescherte. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten architektonischen Denkmale der Stadt. Während der nachfolgenden Jahrhunderte verlor der Ort zunehmend an Bedeutung und geriet in Vergessenheit. Aus diesem Dornröschenschlaf wurde es erst in der ersten Hälfte des XX. Jahrhunderts geweckt. Künstler, insbesondere Maler, hatten seine Schönheit und seinen Charme wiederentdeckt und populär gemacht. Seit dieser Zeit zieht das Städtchen immer mehr Liebhaber an und ist im letzten Jahrhundert zum Touristenmagneten geworden.

Das strahlende Weiß der Schlossruine im Kontrast zum saftigen Grün der baumbestandenen Hügel, der Marktplatz, umgeben von vielfältig und reich verzierten Bürgerhäusern, die schattigen Schluchten oder der herrliche Rundblick vom Berg der Drei Kreuze - all diese Eindrücke bleiben dem Besucher für immer in Erinnerung. Doch die magische Anziehungskraft dieses Ortes rührt nicht allein aus seiner Architektur und Natur her. Kazimierz zieht nach wie vor viele Künstler an, die an vielen Stellen die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Schauen Sie auf Ihrem Spaziergang in eine der vielen Galerien hinein, werfen Sie den Malern auf dem Marktplatz ruhig mal einen Blick über die Schulter oder statten Sie der "Kuncewiczowka" einen Besuch ab. Wenn Sie im Juni hierher kommen, können Sie das Folklorefestival miterleben und dabei Volksmusik aus dem ganzen Land lauschen. Im August erwartet Sie das Filmfestival. Nicht weniger empfehlenswert ist der Besuch eines der vielen Konzerte in der Pfarrkirche.

Sehenswürdigkeitten

BERG DER DREI KREUZE - Von hier bietet sich der bekannteste Ausblick auf Kazimierz. Die von Weitem sichtbaren Kreuze wurden während einer Cholera-Epidemie im Jahre 1708 aufgestellt.

BASTEI - Der ehemalige Zollwachtturm wurde am Übergang des XIII. zum XIV. Jhd. erbaut. In späteren Zeiten mag er als oberes Schloss oder, wie andere behaupten, als Leuchtturm gedient haben.

SCHLOSSRUINE - Das Schloss entstand nach der Tatareninvasion im XIV Jhd. auf Anweisung des Königs Kazimierz des Großen und wurde im XV. und XVI. Jhd. erweitert. Seit seiner Zerstörung während der "Schwedischen Sintflut" im XVII. Jhd. blieb es für immer eine Ruine.

PFARRE - Die Kirche wurde im XIV. Jhd. im gotischen Stil errichtet. Nach der Feuersbrunst von 1561 erfolgte ihr Wiederaufbau im Stil der Lubliner Renaissance. Die Orgel im Inneren stammt von 1620.

MARKTPLATZ - angelegt in Trapezform. Vom XVI. Jhd. an ersetzte man die hölzerne Bebauung durch Renaissancehäuser, von denen sich ein Teil bis heute erhalten hat. Der Brunnen in der Mitte des Platzes ist eins der Symbole von Kazimierz.

BÜRGERHÄUSER DER FAMILIE PRZYBYL - "Zum Hl. Nikolaus" und "Zum Hl. Christoph". Die beiden Spätrenaissance-Häuser stammen aus dem Jahr 1615 und sind mit ihrem Reichtum an Verzierungen das Schmuckstück des Marktplatzes.

ULICA SENATORSKA - Hier findet man zwei Bürgerhäuser aus dem XVII. Jhd.: "Kamienica Górskich" und "Kamienica Celejowska" mit prächtiger Attika. Am Ende der Straße befindet sich das ehemalige städtische Badehaus, erbaut nach einem Projekt von J.Koszyc-Witkiewicz von 1921.

ST.-ANNENKIRCHE - erbaut von 1649-1670 im manieristischen Stil nach dem Vorbild der Pfarrkirche. Das benachbarte Spital aus dem XVII. Jhd. dient jetzt als Kulturhaus.

REFORMATENKLOSTER - Die einschiffige Kirche entstand 1589. Im XVII. Jhd. wurde das anliegende Kloster mit großem Klostergarten errichtet. Zum Kloster führt eine überdachte Treppe aus dem Jahr 1699.

GETREIDESPEICHER - In der ehemaligen Danziger Vorstadt (heute ul.Pulawska) sind einige Getreidespeicher aus dem XVI.-XVIII. Jhd. erhalten geblieben.

ALTE SYNAGOGE - erbaut 1677, nach den Zerstörungen des II. Weltkrieges wiederaufgebaut als Kino nach einem Projekt von K.Sicinski

Wyświetleń 546 Dodane przez Magdalena Woźniakowska dnia 2008-02-08 08:35:14
Informationen

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